FC Bayern München: Mario Gomez weiter unter Beschuss

Nach der überraschend harten Kritik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird sicherlich nicht nur Mario Gomez überrascht sein. Auch wenn der Stürmer in den beiden letzten Jahren in der Bundesliga über 50 Tore geschossen hat, muss sich der 27-Jährige immer wieder mit Kritik auseinandersetzen.

„Wenn er sehr gut wäre, dann wären wir jetzt Champions-League-Sieger!“, sagt Uli Hoeneß Anfang der Woche gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Wir dürfen die Spieler nicht immer nur in Watte packen.“ Gegenüber der Münchner „Abendzeitung“ sagt Hoeneß jetzt, was er damit meint: „Ich muss Mario manchmal ein bisschen ärgern. Er hat ein gewisses Phlegma und das muss man ihm austreiben.“ Gomez könne wie Gerd Müller um die 40 Tore pro Saison schießen. „Wir sprechen oft miteinander, aber manchmal ist der Weg, den ich jetzt gehe, die letzte Möglichkeit“, erklärt Bayerns Präsident. Die Kritik kann Trainer Jupp Heynckes nicht nachvollziehen, sagt im „Kicker“: „Manchmal gilt das Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.” In kaum einen anderen Mannschaftsteil hat sich der FC Bayern so verstärkt wie im Sturm. Mit Claudio Pizarro und Mario Mandzukic hat man Gomez gleich zwei Stürmer zur Seite gestellt, die in der letzten Saison bei ihren Vereinen die besten Angreifer waren. Logisch, dass diese sich auf Dauer nicht freiwillig auf die Bank setzen.

Auch wenn Gomez der erfolgreichste Angreifer der letzte beiden Jahre ist, so werfen ihm seine Kritiker vor, dass er das Angriffsspiel der Bayern zum Erliegen bringe. Er arbeite zu wenig, laufe nicht genug und technisch habe er auch große Defizite. In der Tat verspringen dem Angreifer die Bälle immer wieder, mit dem Rücken zum Tor ist er zudem kaum anspielbar. Also wird es für Heynckes nun darum gehen, entweder das Spielsystem mehr um den Angreifer herum aufzubauen, oder es wird so langsam aber sich Gomez‘ Wachablösung eingeleitet.

This entry was posted in Bundesliga and tagged . Bookmark the permalink.