Hannover 96: Sofian Chahed plötzlich Stammspieler

Sofian Chahed muss sich dieser Tage sicherlich das eine oder andere Mal kneifen, wenn er auf den Spielberichtsbogen von Hannover 96 schaut. Der Rechtsverteidiger stand eigentlich schon auf dem Abstellgleis, doch nachdem die Roten mit Verletzungen und einer schwachen Defensive zu kämpfen hatten, spielte sich der 29-Jährige in die erste Elf.

„Ich habe immer Vollgas im Training gegeben und auf meine Chance gewartet. Ich wusste, dass ich sie irgendwann bekomme“, sagt der 29-Jährige im Interview mit „Bild.de“. „Der Trainer hat mir im Sommer gesagt, dass er mit Sakai als Back-Up für Cherundolo plant. Dann ist mein Wechsel nach Berlin geplatzt und ich habe um meine Chance gekämpft. Sakai hat großes Potenzial, aber er muss sich erst mal an die Bundesliga gewöhnen. Der Trainer weiß, was er an mir hat.“ Auch als Chahed keine Chance hatte, verhielt er sich eigenen Angaben zufolge immer vollkommen professionell, machte keinen Stunk oder legte sich mit Trainer Mirko Slomka an. „Ich habe nie Stunk gemacht, aber ich war sehr enttäuscht. In der Europa League war es am Schlimmsten“, so Chahed weiter. „Wenn die Jungs gereist sind, bin ich in Hannover geblieben und habe allein trainiert. Da waren ja außer mir meistens nur die Verletzten. Das war Frust pur.“

Dabei stand der 29-Jährige kurz vor einem Wechsel, sollte die Roten eigentlich verlassen. „Mein damaliger Berater hat es nicht geschafft, mir einen neuen Verein zu besorgen“, so der Hannoveraner. „Im Nachhinein bin ich froh, dass der Wechsel zu Hertha nicht geklappt hat. 1. Liga ist schöner als 2. Liga.“

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