Nach EM-Aus: Van Marwijk darf Trainer der Niederländer bleiben

Null Punkte und fünf Gegentore ist die bittere Bilanz des EM-Favoriten aus den Niederlanden. Die Mannschaft von Trainer Bert van Marwijk enttäuschte auf der ganze Linie. Trotz der desolaten Bilanz muss der Coach nicht um seine Zukunft bangen. Der Ex-BVB-Trainer hat beim KNVB noch einen laufenden Vertrag bis 2016.

„Ein Abschied steht nicht auf der Tagesordnung. Ich finde, dass er Kredit verdient hat”, so der Chef des niederländischen Verbandes KNVB, Bert van Oostveen, gegenüber dem TV-Sender NOS. Der Verbandsboss stellt sich demonstrativ hinter van Marwijk: „Er ist der Mann, der uns problemlos durch zwei Qualifikationen und ins WM-Finale geführt hat. Das muss man bei einer Beurteilung berücksichtigen. Außerdem haben wir bewusst seinen Vertrag bis 2016 verlängert.” Van Oostveen kündigte aber auch an, vor dem nächsten Länderspiel der Elftal gegen Belgien mit van Marwijk über die enttäuschende EM zu reden. In der holländischen Presse wird indes bereits über einen Nachfolger spekuliert. Dabei fällt immer wieder der Name Ronald Koeman. Dessen Klub, Feyenoord Rotterdam, will davon aber nicht wissen. „Sein Vertrag enthält keinerlei Klauseln für eine vorzeitige Auflösung. Auch nicht für den Fall, dass er Bondscoach werden könnte. Er bleibt bei uns”, zitiert das Fachmagazin „kicker“ Feyenoords Sportdirektor Martin van Geel.

Doch woran lag es ? Fehlt Holland die Klasse? Sicherlich nicht, bedenkt man, dass man neben Wesley Sneijder, Arjen Robben und Rafael van der Vaart die Torschützenkönige der Bundesliga und der Premier League mit Klaas-Jan Huntelaar und Robin van Persie im Kader hat. Robben klagte schon vor der Partie gegen Portugal darüber, dass man zu viele Egos in der Mannschaft habe. Vielleicht lag es eben daran, denn wie heißt schon ein bekanntes Sprichwort: Elf Freunde müsst ihr sein! Das galt wohl nicht für alle Spieler der Elftal.

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